Zur Einführung des Umweltsensitiven Verkehrsmanagement: Meßwertchaos – NoX auch ohne Autos – macht es Sinn, neue Staus zu produzieren Herr Otte ?


Die effektivste Maßnahme, um Stickoxide (Nox) zu reduzieren, ist laut renommiertem Fraunhoferinstitut die Verkehrsverflüssigung. Herr Stadtbaurat Otte gibt jedoch zur geplanten Einführung des Umweltsensitivem Verkehrsmanagements klar zu verstehen, dass der Verkehr an den Stadtgrenzen Osnabrücks “verlangsamt” werden soll.

 

Ergibt es wirklich Sinn, neue Staus und noch mehr Abgase zu produzieren, um Fahrverboten zu entgehen ? 

 

Schon die Tatsache, dass z.B. in Oldenburg erhöhte Stickoxide auch bei Straßensperrungen gemessen worden sind, stellt die Sinnhaftigkeit der Lage der Messstationen, also auch des Messverfahrens selbst, in Frage: So wurde am 30.7.2018 zwischen 8 und 9 Uhr ein Wert weit über 50 Mikrogramm gemessen, die Straße war zu diesem Zeitpunkt aufgrund von Bauarbeiten allerdings gesperrt (Quelle: MZ 15.9.2018: “Stickoxidwerte in Oldenburg – verfälschen Bäume die Messwerte?”).
Für Herrn Otte bestehen jedoch auch weiterhin keine Zweifel an den Messungen selbst, auch wenn der Verdacht naheliegt, dass so gemessen wird, wie man es haben will, so Prof. Wolfgang Durner von der Universität Bonn. “Es ist durchaus denkbar, dass je nach politischer Couleur, diese Spielräume auch politisch ein Stückweit ausgenutzt werden.” Eine schwammige EU-Richtlinie und verschiedene Messhöhen, die Tatsache, dass Thessaloniki oder Neapel sauberer als Hamburg sein soll und Oldenburg lassen hier Frage aufkommen. (Quelle: daserste: “Drohende Diesel Fahrverbote: Mess-Chaos bei den Stickoxiden” ).

 

Abgas-, Grenzwert oder eher ein Politskandal ? 

 

Ein grüner Umweltminister ermöglichte der sogenannten “Umwelthilfe” Sammelklagen, das Bundesumweltministerium unterstützt die Deutsche Umwelthilfe alleine 2016 mit 4,2 Millionen Euro, die ökokommerzielle Umwelthilfe mahnt deutsche Städte ab, die wiederum Geld vom Bund bekommen, um den Fahrverboten zu entgehen (Quelle: www.ruhrbarone.de:”Steuergeld für Diesel-Hasser: Mit über 5 Millionen Euro finanziert der Staat die Deutsche Umwelthilfe”Fahrverbote, Musterprozesse, Denkschriften der Stiftung Warentest und Medienkampagnen der Deutschen ‘Umwelthilfe’ wären von einer Sekunde auf die andere Geschichte, kehrte der Verstand in die Normen zurück.

 

Berechtigte Zweifel an den EU Grenzwert von 40 Mikrogramm

 

Stickoxide sind Gase, die sich von selbst auflösen und von denen kaum messbare oder erkennbare Gefahren ausgehen. In der Schweiz liegt dementsprechend die Belastungsgrenze bei 6000 Mikrogramm, in Deutschland liegt die Obergrenze in geschlossenen Räumen laut Arbeitsplatzverordnung bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Diesen Grenzwert hat der deutsche Gesetzgeber festgelegt, nachdem wissenschaftlich festgestellt wurde, dass es erst ab 3.000 Mikrogramm möglicherweise Einwirkungen auf das Befinden von vorerkrankten Menschen geben könnte. Prof. Dr. Dieter Köhler, ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (Lungenheilkunde) und des Verbandes Lungenfachärztlicher Kliniken stellte eindeutig fest, dass es weder durch Feinstaub noch Stickoxiden nachweislich zu relevanten Erkrankungen oder Todesfällen gekommen ist (Quelle: „Dann müssten alle Raucher innerhalb von sechs Wochen sterben!“ Prof. Dr. Dieter Köhler rechnet mit Diesel- und Feinstaubstudien ab )
Zur Frage der Sinnhaftigkeit der EU genormten Nox Grenzwerte von 40 Mikrogramm stellte das renommierte deutsche Ärzteblatt fest: “Die EU hat für Deutschland durch Feinstaub eine Lebenszeitverkürzung von 10,2 Monaten errechnet (19); 6 000 Tote kommen durch NO2 hinzu (15). Vergleicht man lebenslang inhalierten Feinstaub und NO2 mit den inhalierten Dosen der Raucher, so müssten diese nach wenigen Wochen alle sterben, was offensichtlich nicht der Fall ist. Zudem ist der Zigarettenrauch noch ungleich toxischer. Damit ist die These einer Risikoerhöhung von Feinstaub und NO2 in den Grenzwertdosen falsifiziert (widerlegt)” (Quelle: www.aerzteblatt.de/archiv: “Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2): “Eine kritische Bewertung der aktuellen Risikodiskussion?” ).
Auch  im Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages zum sog. Abgasskandal wurde bestätigt, dass epidemiologisch ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten Stickstoffdioxid-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen sei. (Quelle: www.bundestag.de/dokumente )

 

BOB meint

 

Es kann nicht Sinn und Zweck eines effektiven Verkehrsleitsystems sein, neue Staus und Immissionen zu produzieren und Pendler ( auch mit E-Mobilen) aus der Stadt heraus zu halten.
Ergibt es da nicht eher Sinn, auf eine effektive Verkehrsverflüssigung zu setzen, welche sich nachweislich positiver auf alle Schadstoffe (inklusive CO2) auswirkt ? Auch das Fraunhofer-Institut sieht ein höheres Umweltschutz-Potenzial darin, für besseren Verkehrsfluss innerhalb der Großstädte zu sorgen. So sei bei flüssigem Verkehr der Stickstoffdioxidausstoß je nach Straßentyp und Geschwindigkeit um 29 bis 55 Prozent geringer, als bei „Stopp & Go“. 
Dies wäre auch in Osnabrück möglich – BOB fordert den Rat auf, sich seiner Verantwortung für die Umwelt bewusster zu werden und nur unter dieser Prämisse dem über 3 Millionen teuren Projekt “Umweltsensitivem Verkehrsmanagement” zuzustimmen.

 

Weitere Quellen: 

 

 Weitere Quellen: 

NOZ 20.10.2018: “Bei schmutziger Luft in Osnabrueck zeigt die Ampel künftig rot”

NDR Niedersachsen: Zweifel an Messstationen in Oldenburg

www.sz-online.de: “Was wirklich zum Himmel stinkt”

www.ingenieur.de: “Fakten statt Halbwissen – führende Ingenieure sagen stopp”

www.dnn.de: “Dresdner Professor fordert ideologiefreie Debatte über Schadstoffe durch Autoverkehr”

www.bob-os.de: “Luftreinhalteplan: Bob fordert Standortüberprüfung der Messstationen”

www.hasepost.de: “NRW überprüft 128 Messstellen für Luftschadstoffe”